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Beispiel-Betriebsanleitung MUSTER · IEC/IEEE 82079-1
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TechMasch GmbH
Industriestraße 42 • 70563 Stuttgart • Deutschland
CE
Originalbetriebsanleitung
InduPress 3000
Hydraulische Einständer-Presse • Typ: IP3-300-HYD
Hydraulikzylinder Stößel Steuerung Presswerkzeug Pressentisch
Dokument-Nr.BA-IP3000-DE-R03
Revision / Ausgabedatum03 / März 2026
SpracheDeutsch (Originalsprache)
SeriennummerIP3-2026-XXXXX (Typenschild)
Betreiber / Standort[Platzhalter: Betreibername, Werk, Halle]
Projekt / Anlage[Platzhalter: Projektname, Variante, Scope]
HinweisFiktives Beispiel, keine reale Maschine
Anwendbare NormenDIN EN 82079-1, DIN EN ISO 12100, ISO 7010, ANSI Z535.6, EN 60204-1, EN ISO 13849-1, EN ISO 16092-1
Diese Betriebsanleitung vor Inbetriebnahme vollständig lesen und verstehen. Betriebsanleitung griffbereit am Gerät aufbewahren.
Vorderteil

Inhaltsverzeichnis

Hinweis: Die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis beziehen sich auf die Druckseiten der Kapitel (ohne Deckblatt). In diesem Viewer entspricht die Navigation der Seitenreihenfolge.

Seite I BA-IP3000-DE-R03
Kapitel 1

Allgemeines

1.1 Über diese Betriebsanleitung

Diese Betriebsanleitung ist Bestandteil der hydraulischen Einständer-Presse InduPress 3000 und enthält alle wesentlichen Informationen für den sicheren Betrieb. Sie ist nach DIN EN 82079-1:2020 erstellt und berücksichtigt sicherheitsrelevante Informationen gemäß DIN EN ISO 12100. Sie erfüllt die Anforderungen der EU-Maschinenverordnung 2023/1230.

Hinweis
Aufbewahrung

Art/Quelle: Fehlende Betriebsanleitung am Einsatzort.

Folgen: Fehlbedienung, Sicherheitsrisiko, Anlagenstillstand.

Entschärfung: Diese Betriebsanleitung jederzeit am Einsatzort zugänglich halten. Alle Personen müssen die Anleitung gelesen und verstanden haben. Bei Verlust: Ersatzdruck beim Hersteller anfordern.

1.2 Signalwörter und Sicherheitskennzeichen

Die in dieser Betriebsanleitung verwendeten Sicherheitshinweise entsprechen ISO 7010, ISO 3864-2 und ANSI Z535.6. Folgende Signalwörter werden verwendet. Das Signalwort HINWEIS kennzeichnet Informationen zur Vermeidung von Sachschäden. Das Signalwort TIPP ist nicht normativ und dient der Bedienerfreundlichkeit.

Gefahr
GEFAHR

Unmittelbar drohende Gefahr. Nichtbeachten führt unweigerlich zu schwerem Personenschaden oder Tod.

Warnung
WARNUNG

Möglicherweise gefährliche Situation. Nichtbeachten kann zu schwerem Personenschaden oder Tod führen.

Vorsicht
VORSICHT

Möglicherweise gefährliche Situation. Nichtbeachten kann zu leichten Verletzungen führen.

Hinweis
HINWEIS

Hinweise vermeiden Sachschäden oder Qualitätsverlust, z. B. durch falsche Einstellungen.

Tipp
TIPP

Empfehlungen und nützliche Hinweise für optimalen Betrieb. Kein Gefährdungspotenzial.

1.3 Dokumentidentifikation und Gültigkeit

Diese Betriebsanleitung gilt für die InduPress 3000, Typ IP3-300-HYD, ab Seriennummer IP3-2026-00001. Änderungen an Maschine, Steuerung oder Schutzeinrichtungen erfordern eine Aktualisierung der Dokumentation.

1.4 Verantwortung und Herstellerkontakt

Hersteller: TechMasch GmbH, Industriestraße 42, 70563 Stuttgart, Deutschland. Ansprechpartner Maschinensicherheit: sicherheit@techmasch-beispiel.de, Tel. +49 711 123 456-99.

1.5 Begriffe

  • Stößel (syn. Stempel): bewegliches Presswerkzeug der Maschine
  • Zweihandschaltung: Bedienungseinrichtung zur Gefahrenreduzierung gemäß EN ISO 13849-1
  • LOTO: Lockout-Tagout, Verfahren zur Sicherung gegen Wiedereinschalten
Platzhalter für projektspezifische Angaben

Betreiber/Standort: [Name, Werk, Halle]
Maschinenvariante: [Standard | Sonderausstattung]
Werkzeugtyp/Größe: [Werkzeugbezeichnung, Abmessungen]
Schutzmaßnahmen vor Ort: [z. B. Schutzzaun, Zugangssystem]
Instandhaltungsstrategie: [intervallbasiert | zustandsbasiert]

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Kapitel 2

Sicherheit

2.1 Sicherheitshinweise

Warnung
Quetschgefahr – herabsinkender Stößel

Art/Quelle: Absenkender Hydraulikstößel im Pressraum.

Folgen: Schwerste Quetschverletzungen bis Tod.

Entschärfung:

  • Nie in den Pressbereich greifen, wenn die Maschine betriebsbereit ist.
  • Zweihandschaltung bestimmungsgemäß verwenden.
  • Sicherheitseinrichtungen nicht überbrücken oder deaktivieren.
Gefahr
Gefährliche elektrische Spannung (400 V)

Art/Quelle: Spannungsführende Teile im Schaltschrank.

Folgen: Lebensgefahr durch Stromschlag.

Entschärfung:

  • Elektrische Arbeiten nur durch Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10.
  • Vor Öffnen des Schaltschranks: Hauptschalter auf „0", Schloss anlegen (LOTO).
  • Spannungsfreiheit mit geeignetem Messgerät prüfen.
Warnung
Hoher Hydraulikdruck (bis 250 bar)

Art/Quelle: Druckbeaufschlagtes Hydrauliksystem, Leitungsbruch möglich.

Folgen: Durchdringungs- und Schnittverletzungen, Öl-Sprühstrahl.

Entschärfung:

  • Vor Wartungsarbeiten Hydrauliksystem drucklos machen.
  • Beschädigte Hydraulikleitungen sofort ersetzen – niemals flicken.
  • Schutzhandschuhe tragen.

2.2 Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Beim Betrieb der InduPress 3000 ist folgende PSA zu tragen:

Sicherheitsschuhe S3 (EN ISO 20345)
Schutzbrille (EN ISO 166) bei Spanbildung
Gehörschutz ab 85 dB(A) (EN 352)
Schutzhandschuhe beim Werkstückhandling

2.3 Sicherheitseinrichtungen

EinrichtungSchutzprinzipPrüfintervall
Zweihandschaltung (Typ IIIC)Hände außerhalb GefahrenzoneTäglich
Lichtvorhang Typ 4 / 14 mmOptische SchutzeinrichtungWöchentlich
Not-Halt (Kat. 0, PLe)Sofortiger Stopp aller BewegungenTäglich
Schutztür mit ZuhaltungZugang bei Bewegung gesperrtMonatlich
DruckbegrenzungsventilMax. Systemdruck 250 barHalbjährlich

2.4 Restrisiken

Trotz aller Schutzmaßnahmen bestehen Restrisiken, die durch organisatorische Maßnahmen und PSA zu minimieren sind:

  • Quetschgefahr bei Rüst- und Einstellarbeiten im Einrichtbetrieb
  • Schnitt-/Stichverletzungen durch scharfe Werkstücke
  • Rutschgefahr durch austretendes Hydrauliköl
  • Verbrennungsgefahr an heißen Werkstücken nach Prozessfolge

2.5 Warnhinweise nach SAFE-Prinzip

Sicherheitsinformationen folgen der Struktur: SignalwortArt/Quelle der GefahrFolgenEntschärfung. Beispiel: WARNUNG – Quetschgefahr durch absenkenden Stößel – schwere Verletzung bis Tod – Zweihandschaltung nutzen, Schutzeinrichtungen aktiv, niemals in den Pressraum greifen.

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Kapitel 3

Bestimmungsgemäße Verwendung

3.1 Verwendungszweck

Die InduPress 3000 ist ausschließlich für folgende industrielle Anwendungen bestimmt:

  • Stanzen von Blechteilen bis 10 mm Materialstärke (Stahl S235)
  • Biegen und Umformen von Metallblechen (kaltumformbar)
  • Fügen von Bauteilen durch Einpressen
  • Kalibrieren und Richten von Werkstücken

Bestimmungsgemäßer Betrieb: stationär, geschlossene Industriehalle, Umgebungstemperatur +5 °C bis +40 °C, relative Luftfeuchtigkeit max. 80 %.

USE Gefahr
Verbotene Verwendungen

Art/Quelle: Unzulässige Anwendungen außerhalb der Spezifikation.

Folgen: Schwere Verletzungen bis Tod und Verlust der CE-Konformität.

Entschärfung: Verbotene Verwendungen strikt unterlassen.

  • Bearbeitung von Stein, Beton oder mineralischen Werkstoffen
  • Pressen explosiver, brennbarer oder chemisch reaktiver Materialien
  • Betrieb ohne ordnungsgemäß montierte Sicherheitseinrichtungen
  • Überschreitung der maximalen Presskraft von 300 kN
  • Verwendung als Hebevorrichtung für Lasten

3.2 Qualifikation des Personals

TätigkeitMindestqualifikation
BedienungEingewiesener Bediener, Sicherheitsunterweisung
Einrichtung / UmrüstungAusgebildete Fachkraft (Metalltechnik)
Wartung (mechanisch/hydraulisch)Fachkraft mit Herstellerschulung
Wartung (elektrisch)Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10

3.3 Vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung

  • Einsatz ungeeigneter Werkzeuge ohne ausreichende Festigkeit
  • Betrieb mit überbrückten oder deaktivierten Schutzeinrichtungen
  • Werkstücke außerhalb der spezifizierten Materialstärken
  • Unbeaufsichtigter Dauerhubbetrieb ohne sichere Zuführung

3.4 Verwendungsgrenzen

Maximale Presskraft 300 kN darf nicht überschritten werden. Zulässige Umgebung: +5 °C bis +40 °C, nicht explosionsgefährdet, trocken. Abweichungen gelten als nicht bestimmungsgemäß.

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Kapitel 4

Technische Daten

4.1 Maschinendaten

Max. Presskraft
300 kN (30 t)
Stößelhub
250 mm
Tischfläche
600 × 500 mm
Einbauhöhe
400 mm
Nennleistung
7,5 kW
Betriebsspannung
400 V / 3~ / 50 Hz

4.2 Leistungsdaten

ParameterWertEinheit
Systemdruck max.250bar
Ölvolumen120Liter
Eilgangeschwindigkeit180mm/s
Pressgeschwindigkeit10–40mm/s (stufenlos)
Rückhubgeschwindigkeit200mm/s
Hubanzahl max.25Hübe/min
Schallemissionswert78 ± 3dB(A)

4.3 Abmessungen

📐
Maßzeichnung InduPress 3000
H: 2.450 mm × B: 1.200 mm × T: 1.100 mm • Gesamtgewicht: ca. 2.850 kg
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Kapitel 5

Transport und Lagerung

Warnung
Kippgefahr – schwere Last (ca. 2.850 kg)

Art/Quelle: Anheben und Transport der Maschine.

Folgen: Quetsch- und Aufprallverletzungen.

Entschärfung: Geprüfte Anschlagmittel und Hebezeuge mit Tragkraft min. 4 t verwenden. Niemals unter schwebenden Lasten aufhalten.

5.1 Transportablauf

  1. Maschine ausschalten, Hauptschalter auf „0", gegen Wiedereinschalten sichern (LOTO).
  2. Hydrauliksystem drucklos machen, alle Anschlüsse verschließen.
  3. Stößel in unterste Position fahren und mechanisch arretieren.
  4. Anschlagpunkte gemäß Markierung (gelbe Dreiecke) verwenden – 4 Punkte symmetrisch.
  5. Maschine gleichmäßig anheben, Schwerpunkt beachten, kein seitliches Pendeln.
  6. Niemals Personen unter oder neben der hängenden Last.

5.2 Lagerung (Langzeitstillstand > 4 Wochen)

  • Blanke Metallflächen mit Korrosionsschutzmittel einsprühen
  • Hydraulikzylinder einfahren, Schutzkappen aufsetzen
  • Elektrische Anschlüsse gegen Feuchtigkeit abdichten
  • Auf ebenem, tragfähigem Untergrund abstellen
  • Lagertemperatur: –10 °C bis +50 °C, trocken und staubarm
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Kapitel 6

Montage und Installation

6.1 Anforderungen Aufstellort

  • Tragfähiger Industrieboden (min. 5 t/m²), Ebenheit ≤ 0,5 mm/m
  • Mindestabstand zu Wänden und Hindernissen: 800 mm
  • Elektroanschluss: 400 V, 3~ + N + PE, 50 Hz, Absicherung 32 A (träge)
  • Beleuchtung am Arbeitsplatz min. 500 Lux (DIN EN 12464-1)
  • Umgebungstemperatur: +5 °C bis +40 °C

6.2 Montageablauf

  1. Maschine positionieren, mit Wasserwaage ausrichten (Toleranz: max. 0,1 mm/m).
  2. Maschinenfüße mit integrierten Schwingungsdämpfern einstellen.
  3. Elektrischen Anschluss durch zugelassene Elektrofachkraft herstellen (Drehfeld prüfen!).
  4. Hydraulikleitungsverbindungen auf Dichtigkeit und festen Sitz prüfen.
  5. Ölstand im Hydrauliktank über Schauglas prüfen; ggf. Hydrauliköl HLP 46 nachfüllen.
  6. Sicherheitseinrichtungen montieren und vollständig funktionsprüfen.

6.3 Abnahme-Checkliste

PrüfpunktOK
Maschine waagerecht ausgerichtet (< 0,1 mm/m)
Elektroanschluss und Drehfeld geprüft
Hydrauliköl HLP 46, Ölstand OK
Not-Halt: sofortiger Stopp bestätigt
Zweihandschaltung: Zeitversatz ≤ 0,5 s getestet
Lichtvorhang: Unterbrechung stoppt Stößel
Schutzerdung gemessen (< 0,1 Ω)

6.4 Demontage und Außerbetriebnahme

  • LOTO durchführen, Energiequellen trennen
  • Hydrauliksystem vollständig drucklos machen
  • Hydrauliköl gemäß Entsorgungsvorgaben ablassen
  • Schutzeinrichtungen und bewegliche Teile sichern
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Kapitel 7

Inbetriebnahme

Warnung
Erstinbetriebnahme nur nach vollständiger Abnahme

Art/Quelle: Inbetriebnahme ohne geprüfte Sicherheitsfunktionen.

Folgen: Unkontrollierte Bewegung, schwere Verletzungen.

Entschärfung: Alle Prüfpunkte der Abnahme-Checkliste (Kap. 6.3) müssen abgehakt sein. Erstinbetriebnahme durch autorisiertes Servicepersonal oder eingewiesene Fachkraft.

7.1 Erstinbetriebnahme

  1. Hauptschalter auf Position „I". Steuerung startet Initialisierung (ca. 10 s).
  2. Hydraulikpumpe über Taster „Pumpe EIN" starten; Betriebsdruck abwarten (ca. 30 s).
  3. Kontrollleuchten prüfen: Betriebsbereit (grün) leuchtet, keine Fehlermeldung im Display.
  4. Stößel im Tippbetrieb mehrfach auf/abfahren (ohne Werkzeug), Lauf prüfen.
  5. Zweihandschaltung testen: beide Taster gleichzeitig betätigen (max. 0,5 s Versatz).
  6. Not-Halt-Funktion testen: Stößel muss sofort stoppen (Kat. 0).
  7. Lichtvorhang testen: Unterbrechung während Stößelbewegung → sofortiger Stopp.
Tipp
Kaltstart bei niedriger Umgebungstemperatur

Bei Umgebungstemperaturen unter +10 °C die Hydraulikpumpe vor Arbeitsbeginn mindestens 10 Minuten ohne Last warmlaufen lassen. Kaltes HLP-Öl hat erhöhte Viskosität und kann Pumpenkomponenten belasten.

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Kapitel 8

Bedienung

8.1 Betriebsarten

BetriebsartBeschreibungAnwendung
EinrichtenTippbetrieb, reduzierte Geschwindigkeit (25 mm/s)Werkzeugwechsel, Einrichten
EinzelhubEin vollständiger Zyklus pro AuslösungStandardbetrieb, Einzelteile
DauerhubAutomatische ZyklusfolgeSerienproduktion mit Zuführung

8.2 Arbeitsablauf Einzelhub

  1. Betriebsart „Einzelhub" am Moduswähler einstellen.
  2. Werkstück auf Pressentisch positionieren und ausrichten.
  3. Gefahrenbereich auf anwesende Personen prüfen.
  4. Arbeitszyklus durch gleichzeitiges Betätigen beider Zweihandtaster auslösen.
  5. Stößel fährt ab → Pressvorgang → Stößel kehrt in obere Ausgangsposition zurück.
  6. Werkstück entnehmen; nächsten Zyklus vorbereiten.
Vorsicht
Dauerhub-Betrieb: automatischer Zyklusstart

Art/Quelle: Automatischer Zyklusstart im Dauerhub.

Folgen: Quetsch- und Einzugsgefahr.

Entschärfung: Automatische Werkstückzu- und -abführung korrekt einrichten. Zugangssicherung überwachen.

8.3 Sicheres Ausschalten

  1. Laufenden Arbeitszyklus vollständig abschließen lassen.
  2. Betriebsart auf „Einrichten" stellen.
  3. Hydraulikpumpe über Taster „Pumpe AUS" abschalten.
  4. Hauptschalter auf „0" drehen; bei Bedarf mit Schloss sichern (LOTO).

8.4 Werkzeugwechsel / Rüsten

  1. Betriebsart „Einrichten" wählen, Stößel in obere Position fahren.
  2. LOTO anwenden, Werkraum gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern.
  3. Werkzeuge nur mit geeigneten Hebezeugen wechseln.
  4. Nach dem Rüsten alle Schutzeinrichtungen funktionsprüfen.
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Kapitel 9

Wartung und Pflege

Warnung
Lockout-Tagout (LOTO) vor allen Wartungsarbeiten

Art/Quelle: Unerwartetes Anlaufen der Maschine.

Folgen: Schwere Verletzungen durch Bewegung und Energieeintrag.

Entschärfung: Hauptschalter auf „0" stellen, mit persönlichem Schloss sichern, Schild „Nicht einschalten – Wartung" anbringen. Hydrauliksystem drucklos machen und drucklos prüfen.

9.1 Wartungsplan

IntervallMaßnahmeQualifikation
TäglichSichtprüfung auf Leckagen und Beschädigungen; ÖlstandBediener
WöchentlichHydraulikfilter-Anzeigeprüfung; Lichtvorhang reinigen + TestBediener
MonatlichFührungsbahnen schmieren (Fett NLGI 2); Schrauben prüfenFachkraft
HalbjährlichHydrauliköl-Analyse; Druckbegrenzungsventil prüfenFachkraft
JährlichDGUV V3 Prüfung; Hydraulikschläuche prüfen (max. 6 Jahre)Elektrofachkraft
Alle 3.000 hHydrauliköl HLP 46 + Filter wechselnFachkraft

9.2 Betriebsstoffe

BetriebsstoffSpezifikationMenge
HydraulikölHLP 46 nach DIN 51524-2120 Liter
SchmierfettNLGI 2, LithiumseifeNach Bedarf

9.3 Ersatz- und Verschleißteile

Nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Komponenten verwenden, insbesondere sicherheitsrelevante Bauteile wie Lichtvorhang, Zweihandschaltung und Not-Halt.

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Kapitel 10

Störungsbehebung

Vorsicht
Störungsbehebung nur durch Fachpersonal

Art/Quelle: Eingriffe in sicherheitsrelevante Systeme.

Folgen: Verletzungsgefahr durch unerwartete Bewegung.

Entschärfung: Störungsbehebung nur durch qualifiziertes Fachpersonal. LOTO-Verfahren konsequent anwenden.

10.1 Sicherheitsreihenfolge bei Störungen

  1. Maschine anhalten, LOTO durchführen.
  2. Gefahrenquelle identifizieren und abgrenzen.
  3. Erst nach Risikobeurteilung mit Störungsbehebung beginnen.
StörungMögliche UrsacheAbhilfe
Maschine startet nichtNot-Halt gedrückt; Phasenfolge falschNot-Halt entriegeln; zwei Phasen tauschen (Elektrofachkraft)
Stößel fährt nicht abZweihandschaltung fehlerhaft; Lichtvorhang unterbrochenTaster gleichzeitig betätigen; Gefahrenbereich freiräumen
Presskraft zu geringÖlstand zu niedrig; Druckbegrenzungsventil verstelltÖl nachfüllen; Ventil einstellen (Fachkraft)
Ungewöhnliche GeräuscheLuft im Hydrauliksystem; verschlissene LagerSystem entlüften; Lager prüfen/tauschen
Öltemperatur > 60 °CÖlkühler verschmutzt; Überlas­tungKühler reinigen; Arbeitszyklus reduzieren
Fehlermeldung E-07Drucksensor defektSensor prüfen / tauschen (Fachkraft)
Fehlermeldung E-12Übertemperatur MotorAbkühlen lassen, Belüftung und Belastung prüfen
Service-Hotline

Tel.: +49 711 123 456-99 (Mo–Fr 7–17 Uhr)
E-Mail: service@techmasch-beispiel.de
Bitte Seriennummer, Fehlermeldung und Betriebsstunden bereithalten.

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Kapitel 11

Entsorgung und EU-Konformitätserklärung

11.1 Entsorgung

MaterialAVV-SchlüsselEntsorgungsweg
Hydrauliköl (Altöl)13 01 10*Altölsammlung (gefährlicher Abfall)
Ölfilter15 02 02*Sonderabfallentsorgung
Stahlkomponenten17 04 05Metallrecycling
Elektrische Bauteile16 02 14Elektroschrott-Sammlung

11.2 EU-Konformitätserklärung

EU-Konformitätserklärung (Auszug)

Hersteller: TechMasch GmbH, Industriestraße 42, 70563 Stuttgart
Produkt: Hydraulische Einständer-Presse InduPress 3000, Typ IP3-300-HYD

Das Produkt entspricht den Anforderungen folgender EU-Richtlinien und -Verordnungen:

  • EU-Maschinenverordnung 2023/1230
  • Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU
  • EMV-Richtlinie 2014/30/EU

Harmonisierte Normen: EN ISO 12100:2010 • EN ISO 16092-1:2017 • EN ISO 13849-1:2023 (PLr = c, Kat. 3) • EN 60204-1:2018

Stuttgart, 01.03.2026
Dr. Max Mustermann, Geschäftsführer

11.3 Hinweis zur vollständigen EU-Konformitätserklärung

Der vollständige Text der EU-Konformitätserklärung ist Bestandteil der Lieferdokumentation und muss dem Betreiber dauerhaft verfügbar sein.

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