| Dokument-Nr. | BA-IP3000-DE-R03 |
| Revision / Ausgabedatum | 03 / März 2026 |
| Sprache | Deutsch (Originalsprache) |
| Seriennummer | IP3-2026-XXXXX (Typenschild) |
| Betreiber / Standort | [Platzhalter: Betreibername, Werk, Halle] |
| Projekt / Anlage | [Platzhalter: Projektname, Variante, Scope] |
| Hinweis | Fiktives Beispiel, keine reale Maschine |
| Anwendbare Normen | DIN EN 82079-1, DIN EN ISO 12100, ISO 7010, ANSI Z535.6, EN 60204-1, EN ISO 13849-1, EN ISO 16092-1 |
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
1.1 Über diese Betriebsanleitung
Diese Betriebsanleitung ist Bestandteil der hydraulischen Einständer-Presse InduPress 3000 und enthält alle wesentlichen Informationen für den sicheren Betrieb. Sie ist nach DIN EN 82079-1:2020 erstellt und berücksichtigt sicherheitsrelevante Informationen gemäß DIN EN ISO 12100. Sie erfüllt die Anforderungen der EU-Maschinenverordnung 2023/1230.
Art/Quelle: Fehlende Betriebsanleitung am Einsatzort.
Folgen: Fehlbedienung, Sicherheitsrisiko, Anlagenstillstand.
Entschärfung: Diese Betriebsanleitung jederzeit am Einsatzort zugänglich halten. Alle Personen müssen die Anleitung gelesen und verstanden haben. Bei Verlust: Ersatzdruck beim Hersteller anfordern.
1.2 Signalwörter und Sicherheitskennzeichen
Die in dieser Betriebsanleitung verwendeten Sicherheitshinweise entsprechen ISO 7010, ISO 3864-2 und ANSI Z535.6. Folgende Signalwörter werden verwendet. Das Signalwort HINWEIS kennzeichnet Informationen zur Vermeidung von Sachschäden. Das Signalwort TIPP ist nicht normativ und dient der Bedienerfreundlichkeit.
Unmittelbar drohende Gefahr. Nichtbeachten führt unweigerlich zu schwerem Personenschaden oder Tod.
Möglicherweise gefährliche Situation. Nichtbeachten kann zu schwerem Personenschaden oder Tod führen.
Möglicherweise gefährliche Situation. Nichtbeachten kann zu leichten Verletzungen führen.
Hinweise vermeiden Sachschäden oder Qualitätsverlust, z. B. durch falsche Einstellungen.
Empfehlungen und nützliche Hinweise für optimalen Betrieb. Kein Gefährdungspotenzial.
1.3 Dokumentidentifikation und Gültigkeit
Diese Betriebsanleitung gilt für die InduPress 3000, Typ IP3-300-HYD, ab Seriennummer IP3-2026-00001. Änderungen an Maschine, Steuerung oder Schutzeinrichtungen erfordern eine Aktualisierung der Dokumentation.
1.4 Verantwortung und Herstellerkontakt
Hersteller: TechMasch GmbH, Industriestraße 42, 70563 Stuttgart, Deutschland. Ansprechpartner Maschinensicherheit: sicherheit@techmasch-beispiel.de, Tel. +49 711 123 456-99.
1.5 Begriffe
- Stößel (syn. Stempel): bewegliches Presswerkzeug der Maschine
- Zweihandschaltung: Bedienungseinrichtung zur Gefahrenreduzierung gemäß EN ISO 13849-1
- LOTO: Lockout-Tagout, Verfahren zur Sicherung gegen Wiedereinschalten
Betreiber/Standort: [Name, Werk, Halle]
Maschinenvariante: [Standard | Sonderausstattung]
Werkzeugtyp/Größe: [Werkzeugbezeichnung, Abmessungen]
Schutzmaßnahmen vor Ort: [z. B. Schutzzaun, Zugangssystem]
Instandhaltungsstrategie: [intervallbasiert | zustandsbasiert]
Sicherheit
2.1 Sicherheitshinweise
Art/Quelle: Absenkender Hydraulikstößel im Pressraum.
Folgen: Schwerste Quetschverletzungen bis Tod.
Entschärfung:
- Nie in den Pressbereich greifen, wenn die Maschine betriebsbereit ist.
- Zweihandschaltung bestimmungsgemäß verwenden.
- Sicherheitseinrichtungen nicht überbrücken oder deaktivieren.
Art/Quelle: Spannungsführende Teile im Schaltschrank.
Folgen: Lebensgefahr durch Stromschlag.
Entschärfung:
- Elektrische Arbeiten nur durch Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10.
- Vor Öffnen des Schaltschranks: Hauptschalter auf „0", Schloss anlegen (LOTO).
- Spannungsfreiheit mit geeignetem Messgerät prüfen.
Art/Quelle: Druckbeaufschlagtes Hydrauliksystem, Leitungsbruch möglich.
Folgen: Durchdringungs- und Schnittverletzungen, Öl-Sprühstrahl.
Entschärfung:
- Vor Wartungsarbeiten Hydrauliksystem drucklos machen.
- Beschädigte Hydraulikleitungen sofort ersetzen – niemals flicken.
- Schutzhandschuhe tragen.
2.2 Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Beim Betrieb der InduPress 3000 ist folgende PSA zu tragen:
2.3 Sicherheitseinrichtungen
| Einrichtung | Schutzprinzip | Prüfintervall |
|---|---|---|
| Zweihandschaltung (Typ IIIC) | Hände außerhalb Gefahrenzone | Täglich |
| Lichtvorhang Typ 4 / 14 mm | Optische Schutzeinrichtung | Wöchentlich |
| Not-Halt (Kat. 0, PLe) | Sofortiger Stopp aller Bewegungen | Täglich |
| Schutztür mit Zuhaltung | Zugang bei Bewegung gesperrt | Monatlich |
| Druckbegrenzungsventil | Max. Systemdruck 250 bar | Halbjährlich |
2.4 Restrisiken
Trotz aller Schutzmaßnahmen bestehen Restrisiken, die durch organisatorische Maßnahmen und PSA zu minimieren sind:
- Quetschgefahr bei Rüst- und Einstellarbeiten im Einrichtbetrieb
- Schnitt-/Stichverletzungen durch scharfe Werkstücke
- Rutschgefahr durch austretendes Hydrauliköl
- Verbrennungsgefahr an heißen Werkstücken nach Prozessfolge
2.5 Warnhinweise nach SAFE-Prinzip
Sicherheitsinformationen folgen der Struktur: Signalwort – Art/Quelle der Gefahr – Folgen – Entschärfung. Beispiel: WARNUNG – Quetschgefahr durch absenkenden Stößel – schwere Verletzung bis Tod – Zweihandschaltung nutzen, Schutzeinrichtungen aktiv, niemals in den Pressraum greifen.
Seite 2 BA-IP3000-DE-R03Bestimmungsgemäße Verwendung
3.1 Verwendungszweck
Die InduPress 3000 ist ausschließlich für folgende industrielle Anwendungen bestimmt:
- Stanzen von Blechteilen bis 10 mm Materialstärke (Stahl S235)
- Biegen und Umformen von Metallblechen (kaltumformbar)
- Fügen von Bauteilen durch Einpressen
- Kalibrieren und Richten von Werkstücken
Bestimmungsgemäßer Betrieb: stationär, geschlossene Industriehalle, Umgebungstemperatur +5 °C bis +40 °C, relative Luftfeuchtigkeit max. 80 %.
Art/Quelle: Unzulässige Anwendungen außerhalb der Spezifikation.
Folgen: Schwere Verletzungen bis Tod und Verlust der CE-Konformität.
Entschärfung: Verbotene Verwendungen strikt unterlassen.
- Bearbeitung von Stein, Beton oder mineralischen Werkstoffen
- Pressen explosiver, brennbarer oder chemisch reaktiver Materialien
- Betrieb ohne ordnungsgemäß montierte Sicherheitseinrichtungen
- Überschreitung der maximalen Presskraft von 300 kN
- Verwendung als Hebevorrichtung für Lasten
3.2 Qualifikation des Personals
| Tätigkeit | Mindestqualifikation |
|---|---|
| Bedienung | Eingewiesener Bediener, Sicherheitsunterweisung |
| Einrichtung / Umrüstung | Ausgebildete Fachkraft (Metalltechnik) |
| Wartung (mechanisch/hydraulisch) | Fachkraft mit Herstellerschulung |
| Wartung (elektrisch) | Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10 |
3.3 Vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung
- Einsatz ungeeigneter Werkzeuge ohne ausreichende Festigkeit
- Betrieb mit überbrückten oder deaktivierten Schutzeinrichtungen
- Werkstücke außerhalb der spezifizierten Materialstärken
- Unbeaufsichtigter Dauerhubbetrieb ohne sichere Zuführung
3.4 Verwendungsgrenzen
Maximale Presskraft 300 kN darf nicht überschritten werden. Zulässige Umgebung: +5 °C bis +40 °C, nicht explosionsgefährdet, trocken. Abweichungen gelten als nicht bestimmungsgemäß.
Seite 3 BA-IP3000-DE-R03Technische Daten
4.1 Maschinendaten
4.2 Leistungsdaten
| Parameter | Wert | Einheit |
|---|---|---|
| Systemdruck max. | 250 | bar |
| Ölvolumen | 120 | Liter |
| Eilgangeschwindigkeit | 180 | mm/s |
| Pressgeschwindigkeit | 10–40 | mm/s (stufenlos) |
| Rückhubgeschwindigkeit | 200 | mm/s |
| Hubanzahl max. | 25 | Hübe/min |
| Schallemissionswert | 78 ± 3 | dB(A) |
4.3 Abmessungen
H: 2.450 mm × B: 1.200 mm × T: 1.100 mm • Gesamtgewicht: ca. 2.850 kg
Transport und Lagerung
Art/Quelle: Anheben und Transport der Maschine.
Folgen: Quetsch- und Aufprallverletzungen.
Entschärfung: Geprüfte Anschlagmittel und Hebezeuge mit Tragkraft min. 4 t verwenden. Niemals unter schwebenden Lasten aufhalten.
5.1 Transportablauf
- Maschine ausschalten, Hauptschalter auf „0", gegen Wiedereinschalten sichern (LOTO).
- Hydrauliksystem drucklos machen, alle Anschlüsse verschließen.
- Stößel in unterste Position fahren und mechanisch arretieren.
- Anschlagpunkte gemäß Markierung (gelbe Dreiecke) verwenden – 4 Punkte symmetrisch.
- Maschine gleichmäßig anheben, Schwerpunkt beachten, kein seitliches Pendeln.
- Niemals Personen unter oder neben der hängenden Last.
5.2 Lagerung (Langzeitstillstand > 4 Wochen)
- Blanke Metallflächen mit Korrosionsschutzmittel einsprühen
- Hydraulikzylinder einfahren, Schutzkappen aufsetzen
- Elektrische Anschlüsse gegen Feuchtigkeit abdichten
- Auf ebenem, tragfähigem Untergrund abstellen
- Lagertemperatur: –10 °C bis +50 °C, trocken und staubarm
Montage und Installation
6.1 Anforderungen Aufstellort
- Tragfähiger Industrieboden (min. 5 t/m²), Ebenheit ≤ 0,5 mm/m
- Mindestabstand zu Wänden und Hindernissen: 800 mm
- Elektroanschluss: 400 V, 3~ + N + PE, 50 Hz, Absicherung 32 A (träge)
- Beleuchtung am Arbeitsplatz min. 500 Lux (DIN EN 12464-1)
- Umgebungstemperatur: +5 °C bis +40 °C
6.2 Montageablauf
- Maschine positionieren, mit Wasserwaage ausrichten (Toleranz: max. 0,1 mm/m).
- Maschinenfüße mit integrierten Schwingungsdämpfern einstellen.
- Elektrischen Anschluss durch zugelassene Elektrofachkraft herstellen (Drehfeld prüfen!).
- Hydraulikleitungsverbindungen auf Dichtigkeit und festen Sitz prüfen.
- Ölstand im Hydrauliktank über Schauglas prüfen; ggf. Hydrauliköl HLP 46 nachfüllen.
- Sicherheitseinrichtungen montieren und vollständig funktionsprüfen.
6.3 Abnahme-Checkliste
| Prüfpunkt | OK |
|---|---|
| Maschine waagerecht ausgerichtet (< 0,1 mm/m) | ☐ |
| Elektroanschluss und Drehfeld geprüft | ☐ |
| Hydrauliköl HLP 46, Ölstand OK | ☐ |
| Not-Halt: sofortiger Stopp bestätigt | ☐ |
| Zweihandschaltung: Zeitversatz ≤ 0,5 s getestet | ☐ |
| Lichtvorhang: Unterbrechung stoppt Stößel | ☐ |
| Schutzerdung gemessen (< 0,1 Ω) | ☐ |
6.4 Demontage und Außerbetriebnahme
- LOTO durchführen, Energiequellen trennen
- Hydrauliksystem vollständig drucklos machen
- Hydrauliköl gemäß Entsorgungsvorgaben ablassen
- Schutzeinrichtungen und bewegliche Teile sichern
Inbetriebnahme
Art/Quelle: Inbetriebnahme ohne geprüfte Sicherheitsfunktionen.
Folgen: Unkontrollierte Bewegung, schwere Verletzungen.
Entschärfung: Alle Prüfpunkte der Abnahme-Checkliste (Kap. 6.3) müssen abgehakt sein. Erstinbetriebnahme durch autorisiertes Servicepersonal oder eingewiesene Fachkraft.
7.1 Erstinbetriebnahme
- Hauptschalter auf Position „I". Steuerung startet Initialisierung (ca. 10 s).
- Hydraulikpumpe über Taster „Pumpe EIN" starten; Betriebsdruck abwarten (ca. 30 s).
- Kontrollleuchten prüfen: Betriebsbereit (grün) leuchtet, keine Fehlermeldung im Display.
- Stößel im Tippbetrieb mehrfach auf/abfahren (ohne Werkzeug), Lauf prüfen.
- Zweihandschaltung testen: beide Taster gleichzeitig betätigen (max. 0,5 s Versatz).
- Not-Halt-Funktion testen: Stößel muss sofort stoppen (Kat. 0).
- Lichtvorhang testen: Unterbrechung während Stößelbewegung → sofortiger Stopp.
Bei Umgebungstemperaturen unter +10 °C die Hydraulikpumpe vor Arbeitsbeginn mindestens 10 Minuten ohne Last warmlaufen lassen. Kaltes HLP-Öl hat erhöhte Viskosität und kann Pumpenkomponenten belasten.
Bedienung
8.1 Betriebsarten
| Betriebsart | Beschreibung | Anwendung |
|---|---|---|
| Einrichten | Tippbetrieb, reduzierte Geschwindigkeit (25 mm/s) | Werkzeugwechsel, Einrichten |
| Einzelhub | Ein vollständiger Zyklus pro Auslösung | Standardbetrieb, Einzelteile |
| Dauerhub | Automatische Zyklusfolge | Serienproduktion mit Zuführung |
8.2 Arbeitsablauf Einzelhub
- Betriebsart „Einzelhub" am Moduswähler einstellen.
- Werkstück auf Pressentisch positionieren und ausrichten.
- Gefahrenbereich auf anwesende Personen prüfen.
- Arbeitszyklus durch gleichzeitiges Betätigen beider Zweihandtaster auslösen.
- Stößel fährt ab → Pressvorgang → Stößel kehrt in obere Ausgangsposition zurück.
- Werkstück entnehmen; nächsten Zyklus vorbereiten.
Art/Quelle: Automatischer Zyklusstart im Dauerhub.
Folgen: Quetsch- und Einzugsgefahr.
Entschärfung: Automatische Werkstückzu- und -abführung korrekt einrichten. Zugangssicherung überwachen.
8.3 Sicheres Ausschalten
- Laufenden Arbeitszyklus vollständig abschließen lassen.
- Betriebsart auf „Einrichten" stellen.
- Hydraulikpumpe über Taster „Pumpe AUS" abschalten.
- Hauptschalter auf „0" drehen; bei Bedarf mit Schloss sichern (LOTO).
8.4 Werkzeugwechsel / Rüsten
- Betriebsart „Einrichten" wählen, Stößel in obere Position fahren.
- LOTO anwenden, Werkraum gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern.
- Werkzeuge nur mit geeigneten Hebezeugen wechseln.
- Nach dem Rüsten alle Schutzeinrichtungen funktionsprüfen.
Wartung und Pflege
Art/Quelle: Unerwartetes Anlaufen der Maschine.
Folgen: Schwere Verletzungen durch Bewegung und Energieeintrag.
Entschärfung: Hauptschalter auf „0" stellen, mit persönlichem Schloss sichern, Schild „Nicht einschalten – Wartung" anbringen. Hydrauliksystem drucklos machen und drucklos prüfen.
9.1 Wartungsplan
| Intervall | Maßnahme | Qualifikation |
|---|---|---|
| Täglich | Sichtprüfung auf Leckagen und Beschädigungen; Ölstand | Bediener |
| Wöchentlich | Hydraulikfilter-Anzeigeprüfung; Lichtvorhang reinigen + Test | Bediener |
| Monatlich | Führungsbahnen schmieren (Fett NLGI 2); Schrauben prüfen | Fachkraft |
| Halbjährlich | Hydrauliköl-Analyse; Druckbegrenzungsventil prüfen | Fachkraft |
| Jährlich | DGUV V3 Prüfung; Hydraulikschläuche prüfen (max. 6 Jahre) | Elektrofachkraft |
| Alle 3.000 h | Hydrauliköl HLP 46 + Filter wechseln | Fachkraft |
9.2 Betriebsstoffe
| Betriebsstoff | Spezifikation | Menge |
|---|---|---|
| Hydrauliköl | HLP 46 nach DIN 51524-2 | 120 Liter |
| Schmierfett | NLGI 2, Lithiumseife | Nach Bedarf |
9.3 Ersatz- und Verschleißteile
Nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Komponenten verwenden, insbesondere sicherheitsrelevante Bauteile wie Lichtvorhang, Zweihandschaltung und Not-Halt.
Seite 9 BA-IP3000-DE-R03Störungsbehebung
Art/Quelle: Eingriffe in sicherheitsrelevante Systeme.
Folgen: Verletzungsgefahr durch unerwartete Bewegung.
Entschärfung: Störungsbehebung nur durch qualifiziertes Fachpersonal. LOTO-Verfahren konsequent anwenden.
10.1 Sicherheitsreihenfolge bei Störungen
- Maschine anhalten, LOTO durchführen.
- Gefahrenquelle identifizieren und abgrenzen.
- Erst nach Risikobeurteilung mit Störungsbehebung beginnen.
| Störung | Mögliche Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| Maschine startet nicht | Not-Halt gedrückt; Phasenfolge falsch | Not-Halt entriegeln; zwei Phasen tauschen (Elektrofachkraft) |
| Stößel fährt nicht ab | Zweihandschaltung fehlerhaft; Lichtvorhang unterbrochen | Taster gleichzeitig betätigen; Gefahrenbereich freiräumen |
| Presskraft zu gering | Ölstand zu niedrig; Druckbegrenzungsventil verstellt | Öl nachfüllen; Ventil einstellen (Fachkraft) |
| Ungewöhnliche Geräusche | Luft im Hydrauliksystem; verschlissene Lager | System entlüften; Lager prüfen/tauschen |
| Öltemperatur > 60 °C | Ölkühler verschmutzt; Überlastung | Kühler reinigen; Arbeitszyklus reduzieren |
| Fehlermeldung E-07 | Drucksensor defekt | Sensor prüfen / tauschen (Fachkraft) |
| Fehlermeldung E-12 | Übertemperatur Motor | Abkühlen lassen, Belüftung und Belastung prüfen |
Tel.: +49 711 123 456-99 (Mo–Fr 7–17 Uhr)
E-Mail: service@techmasch-beispiel.de
Bitte Seriennummer, Fehlermeldung und Betriebsstunden bereithalten.
Entsorgung und EU-Konformitätserklärung
11.1 Entsorgung
| Material | AVV-Schlüssel | Entsorgungsweg |
|---|---|---|
| Hydrauliköl (Altöl) | 13 01 10* | Altölsammlung (gefährlicher Abfall) |
| Ölfilter | 15 02 02* | Sonderabfallentsorgung |
| Stahlkomponenten | 17 04 05 | Metallrecycling |
| Elektrische Bauteile | 16 02 14 | Elektroschrott-Sammlung |
11.2 EU-Konformitätserklärung
Hersteller: TechMasch GmbH, Industriestraße 42, 70563 Stuttgart
Produkt: Hydraulische Einständer-Presse InduPress 3000, Typ IP3-300-HYD
Das Produkt entspricht den Anforderungen folgender EU-Richtlinien und -Verordnungen:
- EU-Maschinenverordnung 2023/1230
- Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU
- EMV-Richtlinie 2014/30/EU
Harmonisierte Normen: EN ISO 12100:2010 • EN ISO 16092-1:2017 •
EN ISO 13849-1:2023 (PLr = c, Kat. 3) • EN 60204-1:2018
Stuttgart, 01.03.2026
Dr. Max Mustermann, Geschäftsführer
11.3 Hinweis zur vollständigen EU-Konformitätserklärung
Der vollständige Text der EU-Konformitätserklärung ist Bestandteil der Lieferdokumentation und muss dem Betreiber dauerhaft verfügbar sein.
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